Hummel-Alltag


Meine Zehen graben sich ins weiche Gras und ich versuche möglichst nicht auf die kleinen Lebewesen zu treten, die zwischen meinen Füssen umherschwirren. Weil ich keinen Stich haben will und auch weil diese summenden Nervensägen meine Freunde geworden sind. Ich halte inne und betrachte eine kleine Hummel, die hektisch von Blüte zu Blüte brummt. Es ist eine Baby-Hummel, so klein, wie ich noch keine zuvor gesehen habe.

Ich beobachte sie eine Weile und bemerke, dass sie den Trick mit dem Fliegen wohl noch nicht so ganz verstanden hat: Sie verfängt sich immer wieder in den grossen Grashalmen und versucht panisch davonzukommen. Was ihr auch gelingt – bis sie 2 Zentimeter weiter wieder das gleiche Problem hat. Ich muss schmunzeln über das Verhalten dieser kleinen Hummel und gleichzeitig bin ich auch stolz auf sie, weil sie nicht aufgibt und immer weitermacht.

Von Blüte zu Blüte von Problem zu Problem.

Wie wichtig es doch ist, auf die kleinen Dinge im Leben zu achten. Es sind diese Dinge, die mir wieder Mut machen aufzustehen und mich meinen Herausforderungen zu stellen. Die mich daran erinnern, dass es doch jemanden in der grossen, weiten Welt gibt, der auf mich aufpasst.
Manchmal ist es ein kleiner Vogel, eine schöne Blume, ein Lächeln oder einfach (nur) eine kleine Hummel, die mir sagt, dass ich geliebt werde.

Ich bin stolz darauf, was ich geschaffen habe. Wie weit ich gekommen bin. Auch wenn es nicht einfacher wird, werde ich weitermachen.
Dafür, dass ich irgendwann meinen Dämonen der Vergangenheit ins Gesicht lachen und sagen kann:

«Macht’s gut, b*tches!»


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